Erfahrungsberichte aus der Gruppentherapie

Lesen Sie hier anonym abgegebene Erfahrungsberichte aus den Gruppentherapien bei Dr. Ernst.

Anzahl Einträge: 12
Datum:  14-09-2015 16:49
Erfahrungsbericht:  Als ich im Januar 2009 bei Dr. Ernst mit der Einzel- und Gruppentherapie begann, war ich sehr motiviert. Ich hatte einige Zeit vorher eine 6 wöchige stationäre Kur gemacht und dort erste Erfahrungen mit Gruppentherapie gesammelt. Zu dieser Zeit war ich an einem Punkt angekommen, an dem ich unbedingt Hilfe brauchte und vor allen Dingen auch wollte. Lange hatte ich schon meine Angststörung mit mir herum getragen, ohne überhaupt zu wissen, was mich da wirklich quälte. Ich freute mich darauf, mich mit anderen Betroffenen auszutauschen, mich mitzuteilen und Erfahrungen von und mit anderen zu teilen. Natürlich mischten sich auch ein bisschen Unsicherheit und Angst mit ein. Schließlich kam ich in eine feste Gruppe, die sich untereinander kannte. Und ich kannte niemanden.
Doch ich wurde sehr freundlich aufgenommen. Von Anfang an habe ich die Gruppe gern besucht. In den folgenden 3 1/2 Jahren, in denen ich Teil davon war, ist sie schnell ein fester Bestandteil meines Lebens geworden.
Natürlich gab es Phasen und Tage, in denen ich nicht so gern hingegangen bin. Ich habe in all den Jahren viel Sachen zu hören bekommen, die ich gar nicht wissen wollte. Aber vor allen diese Dinge, die mir weh getan haben, die mich (scheinenbar) kompromittierten, und welche mir Seiten an mir aufzeigten, die ich an mir nicht kannte und vor allem gar nicht kennen wollte, genau diese Dinge waren es, die mich erheblich weiter brachten und mich stärkten.
Ich habe viel gelernt in den 3 1/2 Jahren Gruppentherapie, habe viele verschiedene Personen kennen lernen dürfen, von denen ich (und die hoffentlich auch von mir) lernen und profitieren konnte. Es war eine auch oft schwierige Zeit, die mir aber unglaublich viel gegeben hat und die ich nicht missen möchte. Ich würde es immer wieder tun und kann es nur weiter empfehlen. Der Austauch mit Gleichgesinnten ist sehr wertvoll. Man fühlt sich nicht allein mit seinen Problemen, kann ganz offen und ohne Scham über seine Ängste reden. Das Feedback, die Erfahrungen von Menschen mit ähnlichen Schwierigkeiten hilft einem sehr weiter. Mir hat es sehr geholfen. Und auch anderen Menschen zuzuhören und zu begreifen, dass diesen ähnliche Sachen auf der Seele brennen, ist "beruhigend". An dieser Stelle helfen und unterstützen zu können, ist ein gutes Gefühl.
Ich bin sehr froh, dass ich mich damals dazu entschieden habe und Teil dieser Gruppe sein durfte.
Datum:  15-09-2015 17:46
Erfahrungsbericht:  Mein positiver Erfahrungsbericht zur Gruppentherapie bei Dr.Ernst

Aufgrund enormer Belastungssituationen entschied ich mich (48 Jahre alte Duisburgerin,Mutter von zwei Kindern) zweimal für eine Gruppentherapie bei Dr.Ernst.Mein anfängliches Unbehagen im Kreise von Fremden, über mein Erlebtes und meine Problematik zu reden legte sich sehr schnell.Sehr schnell fühlte ich mich wohl ,aufgehoben und verstanden.
Sehr angenehm empfand ich die ruhige verständnisvolle Atmosphäre.
Ich habe sehr viel gelernt in dieser Zeit, bzw, mich besser verstehen gelernt :WIESO,WESHALB,WARUM ich so bin.Insbesondere erkannte ich Zusammenhänge zwischen Symptomen und weit zurück Erlebten, sowie übernommene Verhaltensmuster aus der Kindheit.Durch aktives Zuhören und Feedback der Gruppenmitglieder konnte ich meine Problematik besser verstehen.Ich erlebte wie in Aufstellungen Mitglieder der Gruppe verborgenes aufdeckten.Die Gruppentherapie hat mir geholfen besser zu sehen, hinsichtlich
meiner Lebensgeschichte und die daraus entstandene Problematik in verschiedenen Lebensbereichen.Mir hat sie enorm viel gegeben.
Ich hoffe ich habe mein Erfahrung mit der Gruppentherapie verständlich genug wiedergegeben und habe Ihnen Mut gemacht daran teilzunehmen.
Ganz wichtig für mich war die Erfahrung von Verständnis und Mitgefühl innerhalb der Gruppe.Es entwickelte sich eine Gemeinschaft.Ich blicke gerne zurück, auch wenn die eigene Reflektion sehr anstrengend war.

Mit freundlichen Grüßen
Datum:  21-09-2015 19:26
Erfahrungsbericht:  Nach einer burn-out-Diagnose besuchte eine Selbsthilfegruppe, bis ich einen 8wöchentlichen Klinikaufenthalt durchführen konnte. Bei beiden Gelegenheiten lernte ich mich einer Gruppe zu öffnen und von mir und meinen Begebenheiten zu erzählen und die Geschichten der anderen zu hören. Immer wieder fnd ich mich aufgefangen und ermutigt einem Weg zu gehn. Dann bekam ich einen Platz in einer Gruppe bei Herrn Dr. Ernst. Diese wöchentlich stattfindenden Runden sind ein fester Bestandteil meiner Woche geworden, denn sich auszutauschen hilft sehr..
Ich kann nur jedem empfehlen, sich selbst diese Chance zu geben. Es kann der Anfang zum eigenen Ich sein.
Datum:  15-10-2015 20:38
Erfahrungsbericht:  Ich habe die Praxis Dr. Ernst und Kollegen wegen einer depressiven Erkrankung aufgesucht. Die vorgeschlagene Gruppen-Therapie habe ich mit Skepsis angenommen, da dort auch von Aufstellungen nach Hellinger die Rede war. Ich konnte mir nur schwer vorstellen, dass ich andere Menschen an meinen Problemen teilhaben lasse, es fiel mir ja schon nicht leicht, dem Arzt davon zu berichten.
Trotz der ersten schwierigen Stunden, ( ich dachte daran abzubrechen,weil ich mich nicht verstanden fühlte ) ging es dann immer besser. Ich habe dann ca. ein Jahr an den wöchentlichen Terminen teilgenommen und durfte viele bereichernde Erfahrungen mit nach Hause nehmen.
Ich bin wieder gesund und bedanke mich beim Praxis-Team und meinen Mit- Patienten.
Datum:  17-10-2015 20:29
Erfahrungsbericht:  "Gruppentherapie?? Oh nein, das ist nichts für mich - Oh Gott - allein der Gedanke daran ist mir unerträglich. Vor einer Gruppe mit fremden Menschen mein Innerstes nach außen kehren? Das wäre mir schon unter normalen Umständen unmöglich und jetzt geht es mir doch noch so schlecht. Ich möchte lieber in der Intimität einer Eins-Zu-Eins-Psychotherapie behandelt werden. Das muss doch möglich sein. Die haben das doch gelernt...." -- Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich so dachte, als ich nach Jahren wiederholter Depressionsphasen am Anfang einer neuen Depression endlich den Weg zur Psychotherapie in die Praxis Für Seelische Gesundheit gefunden hatte. Andererseits war mir die Praxis wärmstens empfohlen worden und für mich war es keine Perspektive, alle ein bis zwei Jahre für Wochen und Monate in tiefe Depression zu verfallen. Ich glaube sagen zu können, die Depression bis in die tiefsten Tiefen zu kennen. Mit dem Rest Verstand, den ich trotz Depression noch hatte, habe ich mir gesagt, mich trotz aller Vorbehalte auf den Rat von Dr. Ernst zur Gruppentherapie einzulassen. Natürlich war es beim ersten Mal wie befürchtet; ich war vor der Sitzung maximal aufgeregt. Und dann die Eingangsrunde!! Als ich mich vorstellen sollte! - Das klappte aber erstaunlich gut. Ich habe ein bisschen erzählt und dann war es gut. Keiner hat blöde Fragen gestellt. Nichts war peinlich. Überwiegend habe ich zugehört, was die Anderen so erzählt haben. Und obwohl alle natürlich unterschiedliche Lebensgeschichten hatten, kam mir vieles vertraut vor.Die gemeinsame Erfahrung einer Depression oder einer depressionsähnlichen Krise war wie eine unsichtbare Verbindung der Gruppe. Bei den folgenden Sitzungen habe ich dann schrittweise mehr über mich berichtet. Manchmal tat mir gut, etwas zu erzählen, manchmal brachte mich die Gruppe zu Erkenntnissen, die im Nachhinein offensichtlich waren, ich aber bis dahin einfach nicht hatte, und manchmal war ich zutiefst berührt vom Schicksal anderer Gruppenmitglieder. Die Fragen, Kommentare und Erklärungen von Frau Foltin und Dr. Ernst habe ich am Anfang zum Teil nicht verstanden, später waren sie manchmal wahre Offenbarungen. Mindestens gleichwertig dazu waren aber die Reaktionen aus der Gruppe. Die Reaktionen aus der Gruppe haben eine ganz besondere Wahrhaftigkeit. Eine ganz spezielle Erfahrung sind die "Familienaufstellungen". Was da passiert kann ich nicht erklären aber bereits die erste Aufstellung, die ich als "Zuschauer" mitmachte hat mich tief berührt und beeindruckt. Noch Tage danach ging mir das durch den Kopf. So wie mir auch heute noch zahlreiche Erlebnisse, Gefühle und Eindrücke aus der Gruppe sehr präsent sind. Neben der Gruppentherapie hatte ich auch einige Einzelsitzungen. Auch dort habe sehr berührende emotionale Momente gehabt und an einige Szenen/Momente kann ich mich auch heute noch sehr gut erinnern und ich fühle sie in mir wirken. Gruppentherapie und Einzeltherapie sind aber keine Gegensätze und die Gruppentherapie ist kein abgespekter Ersatz für die Einzeltherapie. Nein! Beide Elemente haben ihre besondere Berechtigung und Wirkung. Rückblickend würde ich im Gegenteil die Bedeutung der Gruppentherapie sogar höher einschätzen. Die Einzeltherapie findet in einem kleinen geschützten Rahmen statt. In der Gruppe war ich zwar auch geschützt und gut aufgehoben, die Gruppe war für mich aber immer näher am "richtigen Leben" wobei das natürlich die Leistung von Frau Foltin und Dr. Ernst in keiner Weise schmälern soll. Insgesamt war ich über drei Jahre in der Gruppe. Jetzt mache ich mal Pause und mach in einem Jahr weiter - es ei denn, mir geht es dann immer noch so gut wie jetzt. Aber eigentlich würde ich die Gruppe immer im Hintergrund haben, sie ist so etwas wie eine Familie geworden, die man im Hintergrund hat, wenn man alleine nicht mehr weiterkommt.
Mein tiefer Dank an alle Gruppenmitglieder, die ich im Laufe der zeit kennen lernen durfte und denen ich so viel verdanke, und natürlich an Frau Foltin und Dr. Ernst und das ganze liebe Praxis-Team.
Liebe Grüße, Euer Burkhard
Datum:  07-12-2015 21:01
Erfahrungsbericht:  Beim Angebot an der Gruppentherapie teilzunehmen gingen mir viele Zweifel und Fragen durch den Kopf: "Wie kann ich die Teilnahme zeitlich mit meiner Familie koordinieren?"/"Möchte ich unbekannten Menschen meine sehr persönlichen und privaten Inhalte anvertrauen?"/"Mag mich die Gruppe?"...
Beim ersten Mal war ich sehr aufgeregt und es hat mich große Überwindung gekostet. ABER von Anfang an wurde ich sehr herzlich in die Gruppe aufgenommen, denn jeder der Teilnehmer war bereits an diesem Punkt gewesen. In der Vorstellungsrunde bin ich bereits auf sehr offene Ohren getroffen. Die "Gruppe" wurde mehr als zwei Jahre zum festen und sehr wichtigen Bestandteil meiner Therapie und meines Wochenablaufs (so als würde ich zum Sporttraining gehen). Es war eine sehr wertvolle Zeit, sowohl aktiv als auch passiv. Ich habe beispielsweise in meiner Familienaufstellung viel über mich gelernt, als auch in der Familienaufstellung anderer. Nach Beendigung der Teilnahme an der "Gruppe", habe ich sie sehr vermisst. Ich zehre heute noch täglich von meinen Erfahrungen in der Gruppentherapie!
Datum:  17-12-2015 14:20
Erfahrungsbericht:  Zur Gruppe bin ich über meine Frau gekommen. Sie hat an einer Selbsterfahrungsgruppe teilgenommen und ich konnte sehen, wie positiv das auf sie wirkt. Außerdem war ich etwas neidisch auf den Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten. Auch was sie über die Aufstellungen erzählt hat, hat mich fasziniert. Denn meist sind in Gesprächen und Aufstellungen Muster Stimmungen und Gefühle auf den Ursprung zurückgeführt worden und das Ergebnis konnte ich nur bestätigen bzw. habe es als wahr und richtig empfunden.

In der Gruppe angekommen, musste ich feststellen, dass die Erfahrungen und der Austausch auch unangenehm und anstrengend sein können. Trotzdem wusste ich sofort, dass ich da richtig bin. Nirgendwo sonst kommen die eigenen Stimmungen so zum Vorschein wie in einer Gruppe. Denn eigentlich immer treten Spannungen, Ängste, Blockaden Schuldgefühle aber auch Freude, Spaß und Zuwendung bei Interaktion mit Menschen auf. Manchmal sind es die eigenen, manchmal die von anderen Menschen. Man lernt sich selbst besser kennen und muss lernen sich selbst abzugrenzen, was nach meiner Erfahrung ein wesentlicher Bestandteil für die positive Beeinflussung der eigenen Gefühlslage ist. Alleine oder auch zu zweit ist die Erfahrung vielleicht angenehmer, aber nicht unbedingt hilfreicher. Streichelpsychologie findet bei uns in der Gruppe nicht statt. Sie ist meiner Meinung nach auch wirkungslos da sie allenfalls zu einer kurzfristigen Besserung führt.

Durch den Austausch merkt man zusätzlich, dass man nicht alleine ist, sondern viele mit ähnlichen Problemen in unterschiedlicher Ausprägung und Stärke. Jeder profitiert von den eigenen Erfahrungen und von denen der anderen. Die Erfahrungen anderer Gruppenteilnehmer haben mich fast immer auf die Spur zu meinen eigenen traumatischen Erlebnissen geschickt. Ich habe in der Gruppe sehr viel Unterstützung erfahren, sodass ich mich meinen Themen die mit Angst besetzt waren sogar ohne medikamentöse Unterstützung widmen konnte. Für mich war die Gruppe doppelt wichtig, da ich besonders Probleme mit der Kommunikation und der eigenen Selbstwahrnehmung und meinem eigenen Selbstbild nach außen habe. So ist die Gruppe ein ständiges Übungsfeld.

In einer Gruppe spiegelt sich das gesamte Leben wieder, daher ist sie ein wichtiger Teil der Therapie. Niemand wird zu etwas gezwungen, jeder bestimmt sein eigenes Thema und Tempo. Gut manchmal wird etwas nachgeholfen, aus Fürsorge und Eigeninteresse.

Ich kann die Gruppentherapie uneingeschränkt empfehlen. Das, was Du mitbringst wirst Du dort finden.
Datum:  27-01-2016 17:34
Erfahrungsbericht:  Ich nutze die Gruppentherpie nun schon seit 1 3/4 Jahren. Anfänglich hatte ich Bedenken meine Geschichte und meine Schwierigkeiten vor so vielen Fremden auszubreiten. Doch schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich zugehörig und verstanden und lernte mich zu öffnen. Ich machte die Erfahrung , dass ich nicht alleine war mit meinen Schwierigeiten und dass ich so angenommen wurde, wie ich bin. Diese Erfahrungen ermutigten mich, mich auch in meinen Beziehungen offen und ehrlich zu zeigen ohne Angst vor Ablehnung. Ich fühle mich nun viel freier. Heute schätze ich das Feedback meiner Gruppe sehr. Sie gibt mir Halt und Zuversicht und die Möglichkeit von anderen zu lernen. Ich bin nicht allein.
Datum:  29-07-2017 17:01
Erfahrungsbericht:  An alle, die noch mit sich hadern, ob eine Gruppe für sie in Frage kommen könnte: Ich möchte euch allen Mut machen,es auszuprobieren!! Schon bei meinem ersten Termin habe ich mich angenommen und verstanden gefühlt. Es tut so gut, auf Leute zu treffen, die ähnliche Probleme oder Beschwerden haben.Während meiner einjährigen Therapie konnte ich mich öffnen und über Dinge sprechen, für die mein familiäres oder berufliches Umfeld wenig Verständnis gehabt hätte.Aus den Erzählungen der anderen Gruppenmitgliedern konnte ich stets auch etwas für mich mitnehmen.Wir standen uns gegenseitig bei mit unseren Einschätzungen und Gefühlen.Die einfühlsame Art und fachliche Kompetenz der beiden Therapeuten ließ mich Zusammenhänge meiner heutigen Probleme mit Erlebnissen aus der Kindheit verstehen.Es gab schmerzhafte,tränenreiche Momente ebenso wie herzhaftes Lachen.Ich bin heute zufrieden und ausgeglichen. Ich bedanke mich bei Frau Dr. Harst und Herrn Dr. Ernst sowie bei meinen liebgewonnenen Gruppenmitgliedern und kann abschließend sagen: Immer wieder gerne,wenns nötig ist,und dann rechtzeitig! Eure - jetzt nicht mehr nur immer nette - Annette ;)
Datum:  04-03-2018 15:18
Erfahrungsbericht:  Im Jahr 2013 hatte ich ein berufliche bedingtes Burnout und wandte mich auf Empfehlung einer Bekannten an die Praxis Dr. Ernst. Ich bekam kurzfristig einen Ersttermin bei Herrn Dr. Ernst und hatte den festen Vorsatz, Einzelstunden zu nehmen und mich keinesfalls auf eine Gruppentherapie einzulassen.
Gegen Ende des Termins erklärte mir Dr. Ernst, er werde gerne in Einzelstunden mit mir arbeiten, allerdings bestünde die Möglichkeit erst frühestens in zwei Monaten.
Mir ging es damals so schlecht, dass ich dachte: "Das überlebe ich nicht", und habe mich widerwillig bereiterklärt, an einer Gruppe teilzunehmen.
Ich habe mich dort sofort gut aufgehoben und wohlgefühlt, und im Nachhinein kann ich sagen, dass mir der Austausch mit den Gruppenmitgliedern sehr gutgetan hat. Durch die angenehme Atmosphäre fiel es mir viel leichter als erwartet, auch über wirklich sehr persönliche Dinge, Schwierigkeiten und Ängste zu sprechen. Als sich das Gefühl einstellte, das es mir gut genug geht, um zu versuchen, ohne meine Gruppe zurechtzukommen, fiel mir die Entscheidung nicht leicht. Aber irgendwann muss man ja wieder loslaufen.....Mit einigen aus der Gruppe habe ich immer noch Kontakt, und wir treffen uns ab und zu, um uns auszutauschen. Diese Verbundenheit ist etwas sehr Schönes.
Datum:  20-04-2018 11:42
Erfahrungsbericht:  Vor ca. drei Jahren begann meine Behandlung in der Praxis für seelische Gesundheit Dr. Ernst. Nach meiner Diagnose, mittelgradige Depression, entschied ich mich für eine Therapie in der Gruppe, die später noch mit Einzeltherapiestunden erweitert wurde.
Der verständnissvolle und behutsame Gesprächaustausch erwies sich als eine sehr hilfsreiche Methode in tiefere Gefühlsebenen zu gelangen. Und im Verlauf der Zeit gewonn ich neue Erkenntnisse und Eindrücke über meine Vergangenheit, die meine Gefühlslage erklären und verstehen liesen. Auch der Glaube eine gute Kindheit erlebt zu haben änderte sich und machten die Ursachen meiner Erkrankung sichtbar. Zudem lernte ich Konflikte aus verschiedenen Blicken zu sehen und versöhnlicher damit umzugehen.
So fand ich den Weg aus meiner Depression heraus und lebe jetzt ein leichteres und qualitativeres Leben.
Ich bin allen Beteiligten sehr dankbar.
Datum:  10-12-2018 21:16
Erfahrungsbericht:  Meine wichtigste Erkenntnis, die ich in vielen Gruppensitzungen immer wieder neu machen konnte ist: "ich bin nicht alleine, viele belastende Erfahrungen teile ich schon in der Gruppe mit mehreren Anderen - wie viele Leidensgenossen habe ich erst außerhalb der Gruppe!". Ausgehend von dieser Erkenntnis durfte ich mithilfe meiner Mitleidenden immer wieder hilfreiche Lösungswege entdecken, ausprobieren und mich weiterentwickeln.